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Eine neue Bismarckstraße. Im Jahr 2017?

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Dienstag, den 28. März 2017 um 11:19 Uhr

Da reiben sich die Bismarck-Forscher die Augen und die politischen Beobachter der Szenerie könnten den Erfolg eines AfD-Antrags vermuten: Im Sachsenwald gibt es seit einigen Wochen eine neue Bismarck-Straße.

Zumindest wenn man einem touristischen Wegweiser an der Abzweigung Alte Schulstraße (L 324) nach Friedrichsruh (L 208) Glauben schenkt.

Auf einem braunen Hinweisschild wird der geneigte Reisende nach Norden geschickt, wo ihn (ohne Distanzangabe, also in nächster Nähe) das bekannte Bismarck-Museum und eine Bismarckstraße erwarten. Vermeintlich.

Denn tatsächlich handelt es sich um einen Klassiker unter den Schildbürgerstreichen, um einen Verschreiber. Nachdem 2016 bei einem Unfall das alte Schild samt Leitplanke umgelegt worden war, wurde die teure Wegweisung neu in Auftrag gegeben und schließlich an Ort und Stelle aufgebaut.

Wochenlang fuhren dann die Berufspendler und die Einheimischen an den verzinkten Schildern vorbei, ohne die Details zu lesen, die man ja ohnehin unterbewusst kennt. Und so merkt man dann eben nicht, dass statt "-Stiftung" "-Straße" an Bismarck angehängt ist.

Bis ein aufmerksamer Haustechniker genau hinsieht und die neuerliche Herstellung eines Schildes notwendig macht.

Ausstellungstipp in Hamburg: Wem gehört Polen?

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 27. März 2017 um 12:01 Uhr

Dass Polen ein selbstbewusstes EU-Mitglied ist, wird den Nachbarn immer wieder einmal ins Bewusstsein gerufen.

Dass das alte Königreich Polen im Zeitalter der Nationalsstaatsbildungen im 19. Jahrhundert kein eigenständiges Land war und seine junge Souveränität schon 1939 durch die Deutschen und bis 1989 durch die Sowjetunion in Frage gestellt wurde, mag ein Grund sein, warum Warschau peinlich auf die Wahrung von Unabhängigkeiten und Eigenständigkeiten bedacht ist.

Wie fast immer lohnt also auch hier der Blick zurück in die Geschichte.

Eine Hamburger Ausstellung widmet sich ab dem 7. April dem Thema der Propaganda während des polnischen "Unabhängig-Werdens" im Ersten Weltkrieg.

Wir finden: Unbedingt hingehen und auch das Begleitprogramm beachten!

Es ist wieder so weit: wir suchen eine studentische Hilfskraft!

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Donnerstag, den 23. März 2017 um 12:04 Uhr

Wer Lust auf eine knapp acht-stündige Anstellung beim Bund und gelegentlich auch Zeit an den Wochenenden hat, dem bieten wir eine spannende Stelle:

Die Tätigkeit erstreckt sich auf sämtliche Aufgabenfelder der Stiftung in der wissenschaftlichen Forschung, der Museumspädagogik und der historisch-politischen Bildung. Schreibtischarbeit, Gruppenführungen, Ausstellungsvorbereitungen; die Palette ist breit.

Für alle historisch Interessierten, die nicht notwendig auch Geschichte studieren müssen, heißt das: hier kann der Lebenslauf im Kreise netter Kollegen erweitert werden. Und das mitten in der Natur! Anfahrt aus Hamburg mit S-Bahn und Bus ca. 45 min, genügend Zeit also, um zu lesen und abzuschalten.

Bei Interesse schreiben Sie dem Geschäftsführer und Vorstand der Otto-von-Bismarck-Stiftung, Herrn Prof. Dr. Ulrich Lappenküper (Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) oder rufen Sie an (04104/977113).
Wir freuen uns auf Sie!

Sendetipp im WDR

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Dienstag, den 21. März 2017 um 13:18 Uhr

... und in der WDR-Mediathek, ein frischer Blick auf Bismarck mit Prof. Christoph Nonn (Universität Düsseldorf) und unserer Kollegin Dr. Andrea Hopp (Schönhausen/Berlin). Hier geht's lang.

 

Nachbarschaftsgeschichten bei ARTE

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 20. Februar 2017 um 11:47 Uhr

Auf eine sehenswerte Sendereihe bei Arte sei hier knapp hingewiesen: im dritten von vier Teilen geht es um die Verflechtungen von Berlin und Paris während des Deutshen Kaiserreichs.

Außer den Wiederolungen gibt es die Sendungen sicher bald auch in der Mediethek von Arte oder (demnächst) bei youtube.

Prädikat: besonders wertvoll!

Unser Bild zeigt den Blick auf den Champs Elysee im Jahr 1900.

Rezension des Tages

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Montag, den 23. Januar 2017 um 10:18 Uhr

Eine freundliche Besprechung eines der letzten Tagungsbände der Otto-von-Bismarck-Stiftung zum Wochenbeginn gibt es hier.

Vielen Dank an Hendrik Simon!

Erste Neuerscheinung des Jahres!

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Dienstag, den 17. Januar 2017 um 14:38 Uhr

Das Jahr ist noch jung und schon gibt das erste dicke Buch: Auf nicht weniger als 1187 Seiten sind die in den 20 Jahren seit Gründung der Otto-von-Bismarck-Stiftung veröffentlichten "Friedrichsruher Beiträge" zu einem Band zusammengefasst.

Etliche der 47 Hefte waren seit Jahren vergriffen. Nun sind die zumeist auf in Friedrichsruh gehaltenen Vorträgen basierenden Friedrichsruher Beiträge wieder greifbar. Mit einem Griff!

Das Buch kostet 49,90 Euro und kann im Buchhandel, beim Verlag oder in unserem Online-Shop bestellt werden.

Hoher Besuch am Jahresbeginn: Staatsministerin Grütters im Sachsenwald

Geschrieben von Dr. Ulf Morgenstern am Freitag, den 13. Januar 2017 um 09:10 Uhr

Gut, wir geben gern zu, dass die Eröffnung der Elbphilharmonie ein klein wenig dazu beigetragen haben mag, dass unsere Dienstherrin sich auf eine Reise durch das winterliche Norddeutschland gemacht hat. Am Ergebnis ändert der (ge)wichtigere Anlass aber nichts. Denn nach dem rauschenden Konzert besuchte Frau Prof. Grütters, die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, am nächsten Tag zuerst die Kollegen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und anschließend die Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh. Zunächst machte dabei der historische Bahnhof größeren Eindruck auf die Ministerin als der Bismarcksche genius loci.

Nach einer Führung durch unsere Dauerausstellung war bei einem ausführlichen Gespräch mit dem Vorstand und den Mitarbeitern des Hauses Gelegenheit, Wünsche, Sorgen und Zukunftsideen auszutauschen.

Die Ministerin hörte aufmerksam zu, fragte kritisch nach und machte sich mehr als eine Notiz. Am Ende war sich die Runde einig, dass es mehr Gelegenheiten zum persönlichen Gespräch geben müsste, um die gegenseitigen Vorstellungen, Pläne und Handlungsspielräume kennen- und einschätzen zu lernen.

Wenn das Jahr schon so positiv und freundschaftlich losgeht, kann man nur das Beste erwarten. Auch und gerade an einem Freitag, dem 13.

Auf unserem Bild beugen sich die Strategen über den Kartentisch, v.l.n.r.: Dr. Rüdiger Kass (Vorstandsvorsitzender der Stiftung), Norbert Brackmann (Kuratoriumsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins), PD Dr. Gerold Letko (Vorstandsmitglied) und Prof. Monika Grütters (Bundesbeauftragte für Kultur und Medien).

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